Home
News
Einleitung
Story
Dialoge
Technik
Interface
Animation
Filmsequenzen
Effekte
Musik
Grafik
Spielspaß
Wertung
Screenshots
Covers
Soundtrack
Videoclips
Wussten Sie..?
Inside DigiFX
Kaufen?
Pressestimmen
Weitere Infos
Kontakt
Filmsequenzen

Der Test

Video

Wie es sich für ein Spiel mit echten Schauspielern gehört, dürfen auch Videosequenzen nicht fehlen. Harvester ist noch ein DOS Spiel - und ein Hautproblem der DOS Spiele war damals, die große Menge an Videodaten auf die CDs zu bannen. Offizielle Kompressionsmechanismen wie heute DivX gab es damals nicht und so mussten die Spielehersteller meist ihre eigenen Formate entwickeln, um Videosequenzen zu schrumpfen und auf die CD zu kriegen. Während man heutzutage leicht 2 Stunden Videosequenzen in hervorragender Qualität auf eine CD bringt, hatte Sierra schon Probleme, die ca. 90 minütigen Videosequenzen aus Phantasmagoria auf 7 CDs zu bannen. Und das galt damals schon als äusserst revolutionär. Harvester kommt jetzt aber nur auf 3 CDs daher. Ursprünglich dachte ich mir, muß FutureVision wohl einen recht guten Kompressionsmechanismus entwickelt haben, um einen interaktiven Spielfilm aus der Zeit auf 3 CDs zu bannen. Aber weit gefehlt. Als Referenzprodukt nehme ich mal CRYO's HARDLINE aus der selben Zeit (1996). Auch Hardline kam auf 3 CDs daher und hatte digitalisierte Videosequenzen mit Schauspielern. Cryo schaffte es immerhin über 140 Minuten Videosequenzen in wirklich 1A Qualität, zudem in SVGA Auflösung und in 16-Bit auf 3 CDs zu bannen. Bei Harvester hingegen sind es zusammengenommen noch nicht mal 15 Minuten. Trotzdem sind alle 3 CDs randgefüllt. Wenn man die Daten auf der CD etwas näher untersucht, so benötigt z.B. eine Videosequenz mit etwa 40 Sekunden schon bereits 20 Megabyte. Noch dazu sind die Sequenzen in ihrer Qualität äusserst schlecht. Die Darsteller wurden zum einen recht mieß von der Bluebox abgefilmt (ziemlich verfranste Konturen), zum anderen hat jede Videosequenz nur eine Auflösung von 280x200 Bildpunkten. FutureVision hat die Daten also scheinbar unkomprimiert auf die CD gepackt. Somit lässt sich auch leicht erklären, warum man auf jeder CD nur ein oder zwei Minuten Videosequenzen zu sehen bekommt. Zudem wiederholen sich die Sequenzen dauernd (z.B. ist jede Nacht und jede Traumsequenz die gleiche, sogar auf den anderen CDs auch, obwohl man dort doch leicht eine variierte Sequenz hätte unterbringen können). Ein weiteres Manko: Für die Videosequenzen wird aus dem SVGA Bild (640x480) in einen niedrigeren Modus umgeschaltet (320x240). Bei Bildschirmen, die etwas länger brauchen, um den Modus an zu zeigen, kann der Spielspaß schnell in den Keller absinken. Denn die Videosequenzen sind ja oft nur 1 oder 2 Sekunden lang - Oftmals erkennt man dann von der Sequenz gar nichts mehr, weil bis der Bildschirm sich umgeschaltet hat, ist die Sequenz auch schon wieder vorbei. Zudem erhält man auf Grund des kleinen Formates von 280x200 Bildpunkten sogar in der kleinen Auflösung auf allen Seiten noch einen fetten schwarzen Rand. Eine weitere Enttäuschung: Bei den Dialogen mit den Charakteren wird lediglich ein Foto des derzeit Sprechenden eingeblendet. Es gibt also auch hier keinerlei Animation oder gar Videosequenz.

Noch dazu gibt es in Harvester scheinbar keinen Palettenwechsel. Da das Spiel nur im 8-Bit Modus läuft und sich auf die Standardpalette einschränken muss, wurden speziell die Fotos alle auf 8-Bit "gedithert". Das Ergebnis ist ein stark verpixelte Foto das in seiner Farbvielfalt oftmals mehr an ein 16-Farb Bitmap erinnert.

Wenn man schon Schauspieler engagiert (im Falle Harvester laut Abspann immerhin rund 20 Stück) sollte man doch davon ausgehen, dass man die Zeit auch nutzt. Denn im internen Making of kann man schon sehen, das recht professionelles Equipment vorhanden war. Warum hat man also nicht mehr Videosequenzen geschossen? Wenn die Schauspieler sowieso den Text (zur Synchronisation) labern müssen, warum nicht gleich per Videosequenz wie bei Gabriel Knight 2? Meiner Meinung nach kann das nur an der Unfähigkeit des Teams gelegen haben, ein Videoformat zu entwickeln, mit dem man das ganze auf eine überschaubare Zahl an CDs hätte bannen können. Somit verspielt sich Harvester einen Großteil von dem, was es hätte auszeichnen können: Tolle Videosequenzen.

Immerhin: Auf der letzten CD hat man bis zum Schluß auf Videosequenzen verzichtet. Dafür gibt es am Ende eine insgesamt fast 8 minütige Endseuqenz, bei der man sich wirklich Mühe gegeben hat.
 

Weiter zu Effekte...

 

Weiterführende Links:

=> Beispiele für die Videoqualität in Harvester in meiner Videosection
=>
Beispiele für die Qualität in den Dialogen in meiner Screenshot Gallery
 

Screenshot: Die Qualität der Videosequenzen lässt manchmal etwas zu wünschen übrig

[Home] [News] [Einleitung] [Story] [Dialoge] [Technik] [Interface] [Animation] [Filmsequenzen] [Effekte] [Musik] [Grafik] [Spielspaß] [Wertung]

[Screenshots] [Covers] [Soundtrack] [Videoclips] [Wussten Sie..?] [Inside DigiFX] [Kaufen?] [Pressestimmen] [Weitere Infos] [Kontakt]

© 2002 by Basti